Mainstream-Medien droht gigantische Entlassungswelle!

Für den Mainstream in Deutschland geht es weiterhin mit Riesenschritten auf den Abgrund zu. Immer mehr Leser wenden sich von der Einheitspresse und ihrem täglich/wöchentlich servierten Einheitsbrei ab. Das bestätigen erneut die Auflagenerhebungen für das vierte Quartal 2018, welche die unabhängige »Informationsgemeinschaft für die Verbreitung von Werbeträgern« (IVW) alle drei Monate erhebt.

Bei den entscheidenden Kennziffern Abonnements und Einzelverkauf sah es in den letzten drei Monaten 2018 für fast alle Gazetten wieder einmal düster aus: Einer der größten Verlierer ist mit einem Minus von 11,3% (36.312 verlorene Leser) der ›stern‹. Bei den überregionalen Tages- und Wochenzeitungen ging es vor allem für die Springer-Gazetten ›Bild‹, ›Welt‹ und ›Bild am Sonntag‹ erneut deutlich nach unten.

Bei den überregionalen Tageszeitungen stürzte die ›Welt‹, die einmal das konservative Flaggschiff des Verlegers Axel Springer (1912-1985) war, um 11,7 Prozent in die mittlerweile politische Bedeutungslosigkeit ab. Inklusive ›Welt kompakt‹ findet das Springer-Blatt unter ihrem geschmeidigen Latte Macchiato Chefredakteur und bekennenden Merkel-Fan Ulf Poschardt nur noch 76.455 Abnehmer pro Tag. Zum Vergleich: Das ›Straubinger Tagblatt‹ hat mehr als 115.000 Leser.

Ebenfalls weiter massiv nach unten ging es für die ›Bild‹-Zeitung, die mit 9,8 Prozent verlorener Auflage nur knapp an einem neuerlichen zweistelligen Minus vorbei schrammte und dies – absurder geht’s immer – als relativen Erfolg verkauft. Auch dem Schwesterblatt ›Bild am Sonntag‹ unter der linksgrünen Chefredakteurin Marion Horn kehrten in den letzten drei Monaten 2018 die Leser wieder massenweise den Rücken (minus 11,3 Prozent). Das Sonntagsblatt, das zu besseren Zeiten einmal mehr als zwei Millionen Exemplare verkaufte, brachte nur noch 726.692 Zeitungen an den Mann bzw. die Frau.

Der jährliche »Reuters Digital News Report«, einer der wichtigsten und umfassendsten globalen Bestandsaufnahmen zum Zustand der Mainstream-Medien, sagt der Branche eine massive Entlassungswelle voraus (https://meedia.de/2019/01/15/reuters-digital-news-report-2019-journalismus-droht-wegen-paywalls-groesste-entlassungswelle-seit-jahren/). Grund: Die vergleichsweise lächerlichen Online-Abos (›Bild”: magere 400.000) decken bei Weitem nicht mehr die Printverluste ab. Denn: Allein der Springer-Verlag setzt trotz Digitalisierung noch immer jeden dritten Euro mit seinen Zeitungen um. Ein Großteil der Internet-Nutzer ist laut Reuters nicht bereit, für ein digitales Abo einer einzigen Nachrichtenseite innerhalb der sogenannten Bezahlschranke mehr auszugeben als etwa für ein Abo des Serien-Giganten Netflix. (Elf)

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